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Begründung


Fernsehjournalist des Jahres


Nikolaus Brender, ZDF-Chefredakteur, für den Umgang mit dem entfesselten Gerhard Schröder in der "Berliner Runde".
Zu Beginn sagte er noch respektvoll "Herr Bundeskanzler". Doch im Verlauf dieser denkwürdigen Elefantenrunde, in der Gerhard Schröder den Medien eine Kampagne gegen seine Kanzlerschaft vorwarf, ging der ZDF-Chefredakteur zum einfachen "Herr Schröder" über. Man muss sich als Journalist ja nicht alles gefallen lassen. Die Fernsehstunde dieses Jahres.

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Stephan Kulle, PHOENIX, dafür, dass er vier Minuten vor allen anderen wusste, wer der neue Papst ist.
Es war eine Sternstunde des deutschen Fernsehens, als der exzellente Vatikan-Kenner Stephan Kulle noch vor der offiziellen Verkündigung bekannt gab, dass "wir" Papst sind. Stephan Kulle ist jedoch nicht nur der bestinformierteste Vatikanreporter. Seine Papst-Wahlberichterstattung auf PHOENIX war zutiefst sympathisch, unaufgeregt und kompetent.


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Rita Knobel-Ulrich für die Reportage "ARD-Exclusiv: Arbeit, nein danke! Scheitern mit Hartz IV"
Ein halbes Jahr lang beobachtete die NDR-Autorin Knobel-Ulrich und ihr Team die Motivierungsversuche von Fallmanagern der Bundesagentur für Arbeit. Das Ergebnis ihrer Beobachtungen: Viele Langzeitarbeitslose wollen auch nicht arbeiten. Ein provokanter Beitrag zum Thema, der in diesem Jahr für erhitzte Debatten sorgte. Doch genau das sollte ein Dokumentarfilm auch.

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Maybrit Ilner für "Berlin Mitte", die beste politische Talkshow im Wahljahr.
Besonders im Wahlkampf zeigte die Moderatorin, warum die Quoten ihrer Sendung seit sechs Jahren fast stetig steigen. Scharfzüngig und intelligent leitete sie die Gesprächsrunden und ließ in der Regel keine Floskeln und Plattitüden durchgehen. Hartnäckig bohrte sie nach, wenn eine Frage offen blieb, und lieferte ihren Zuschauern die Hintergründe der Politik.


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Stefan Raab und Peter Limbourg für ihre Vorwahlshow mit der treffsichersten Prognose.
Das Motto des Abends war "Wenn der Bundestag die Wahl vorzieht, können wir das auch". Vielleicht war Raabs und Limbourgs Ansatz basisdemokratischer als die Umfragen der Meinungsforschungsinstitute, bei ihnen durfte jeder per Tele-Voting abstimmen. So zeichnete sich in ihrer Sendung auf PRO7 ab, was später Gewissheit wurde: die Große Koalition.
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Holger Roost-Macias stellvertretend für das Team der RTL2-Doku-Soap "Das Experiment - 30 Tage obdachlos"
Ein junger Apotheker, der in seiner Freizeit Golf spielt und Oldtimer restauriert, lebt einen Monat lang als Obdachloser auf den Straßen von Hamburg. Allein in einer fremden Stadt, ohne Geld oder ein Dach über dem Kopf taucht er in eine unbekannte Wirklichkeit. Kein scheinheiliges Rührstück, sondern eine Doku über Ängste und Wirklichkeiten im Jahr 2005. Und das bei RTL2!

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Roger Schawinski für Mut, Kreativität und Erfolg bei der Neupositionierung von SAT.1
Mit Formaten wie "Verliebt in Berlin" und "Schillerstraße" ist der Sender so erfolgreich wie lange nicht mehr und bekam für beide Serien den Deutschen Fernsehpreis. Der Schweizer hat Erfahrung mit neuen Herausforderungen, er gründete den ersten privaten Radiosender und den ersten landesweiten privaten Fernsehsender in der Schweiz. Er kann es wirklich.

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Gert Scobel, für zehn Jahre fabelhafte "Kulturzeit"-Moderation bei 3SAT.
"Kultur ist Unterhaltung, aber mit Erkenntnisgewinn", sagt Gert Scobel. Genau das finden die Zuschauer seit zehn Jahren auch, wenn sie seinen intelligenten, intellektuellen und nie selbstverliebten Moderationen lauschen. Konstant gut.



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Anne Will dafür, dass sie sich in den "Tagesthemen" nicht an Frageverbote hält.
Die Moderatorin ließ Gerhard Schröder nicht mit der vorherigen Absprache davonkommen, nur über Außenpolitisches zu plaudern. Stattdessen befragte sie ihn zum Neuwahlkurs. Der Bundeskanzler weilte in den USA und war dazu nicht aufgelegt - während ganz Deutschland Ende Juni über nichts anderes sprach. Die gereizte Reaktion des Kanzlers sagte mehr als tausend Worte.

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Jörg Wontorra und Udo Lattek für beste Sonntag-Morgen-Fernsehunterhaltung in der Sendung "Doppelpass - der Fußball-Talk im DSF"
Seit März vergangenen Jahres plaudern die beiden Altmeister versiert und amüsant mit ihren Gästen über die aktuelle Lage im Fußball. Gehaltvolles ist garantiert, wenn die Experten in München über eine runde Sache reden. Wontorra löste Rudolf Brückner zur Saison 2003/2004 ab, Udo Lattek ist seit Beginn als Experte dabei, der gerne von den alten Tagen erzählt.

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Radiojournalist der Jahres 2005

Brigitte Baetz, freie Medienjournalistin, für ihren Beitrag über Lobbygruppen.
Im DEUTSCHLANDFUNK berichtete Brigitte Baetz in ihrem Beitrag "Meinung für Millionen" präzise und fundiert recherchiert über die Art und Weise der verschleierten Einflußnahme von Lobbygruppen. Allen voran die der "Inititiative Neue Soziale Marktwirtschaft" - die sogleich Druck ausübte, um den Bericht zu beeinflussen. Wichtig, unbequem und erhellend.

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Anna Engelke für ihre pointierte wie ebenso kompetente Berichterstattung als Reporterin des ARD-Hauptstadtstudios.
Für sie ist Berlin die Erfüllung eines Traums, sagt Anna Engelke. Die Politikjournalistin war Korrespondentin in Bonn, bevor sie vor fünf Jahren in die neue Haupstadt gekommen ist, spezialisiert auf die Themen SPD, Umwelt und Verteidigung, Vor allem zu ersterem Thema war in diesem Jahr viel zu berichten. Das hat sie getan wie immer: Mit großem Sachverstand und klaren Worten.

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Wolfgang Gushurst, Redaktionsleiter "DASDING", dem Jugendsender des SWR.
Bei dem Jugendradio "DASDING" ist alles anders: Statt Jingles, Werbung und "dem Besten von irgendwann bis heute" macht der Sender Beiträge über Ausbildung, Freundschaft, Politik und alles, was die jungen Hörer wirklich interessiert - kein Wunder: Jugendliche machen das Programm ja auch selbst. Wolfgang Gushurst hält die Fäden zusammen.


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Ken Jebsen, Moderator beim Berliner RADIO FRITZ, wegen seiner bundesweit einzigartigen Musik-, Leute- und Performanceshow KenFM.
Ken Jebsens Radioshow "KenFM": Ohne Anbiederung und völlig eklektizistisch rührt der Moderator Jugendkultur, Entertainment und Wahnsinn zusammen. Dazu gehören ein Gast, eine live spielende Band, improvisierte Mini-Hörstücke, ein akustischer Fragebogen oder produzierte Beiträge mit den Gästen der vergangenen Woche. Im öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Wo sonst?

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Ingolf Karnahl, ARD-Hauptstadtstudio, wegen seiner kompetenten und launigen Einschätzungen im Wahljahr.
Der Leiter der RBB-Hörfunkgruppe informierte über Wahl, Kanzler und Koalition und brachte damit wieder etwas Ordnung ins bundespolitische Kuddelmuddel. Der ehemalige langjährige USA-Korrespondent arbeitet seit sechs Jahren in Berlin und ist Garant für relevanten politischen Hörfunkjournalismus. Nie war das so wichtig wie in diesem überaus turbulenten Jahr.

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Jörg Thadeusz für sein unterhaltsames Wissenschaftsmagazin "Die Profis" auf RADIO EINS (RBB).
Die Profis" ist nach Selbstbeschreibung eine Art "Sendung mit der Maus" für Erwachsene. Jeden Samstag von 9 bis 12 Uhr spricht Jörg Thadeusz mit Experten über alle Dinge, die uns schon immer mal interessiert haben: Wie funktioniert ein Streichholz und warum ist der Himmel blau? Das macht er so naiv, charmant und humorvoll, dass man gern mal länger vorm Radio fühstückt.

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Dietmar Timm, Chef vom Dienst und Onlinebeauftragter für Podcasts beim DEUTSCHLANDRADIO.
Dank Dietmar Timm kann man Beiträge des DEUTSCHLANDRADIOs hören, wann man will: Interviews, Hintergrundberichte aus Politik, Kultur und Forschung, Nachrichten und vieles mehr stehen als kostenlose Podcast bereit. Ein toller Service, den nur wenige andere Radiosender bieten. Das DEUTSCHLANDRADIO hat sich mit der Nutzung der neuen Technik als Visionär gezeigt.

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Valerie Weber, weil kontinuierlich mehr Hörer einschalten, seit sie Programmdirektorin von ANTENNE BAYERN ist.
Seit sie ihren neuen Job im Juni 2004 antrat, kommt der Privatsender bei den Hörern gut an wie nie zuvor: Durchschnittlich 847.000 schalten mitlerweile ein. Valerie Weber weiß offenbar besser als jeder andere, was die Bayern hören wollen.



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Barbara Wesel, ARD, Brüssel, wegen ihrer sehr frischen und unterhaltsamen Schaltgespräche zum eigentlich so spröden Thema EU.
Seit 2002 arbeitet die Korrespondentin im Gemeinschaftsstudio von HR, RBB, SR und RADIO BREMEN in Brüssel. Dass sie ihre journalistische Arbeit zu einer noch überzeugteren Europäerin gemacht hat, gibt sie offen zu, dennoch sind ihre Beiräge bar jedes einfältigen Enthusiasmus. Kritisch und doch eingefleischt europäisch - so sollte Journalismus aus der EU sein.

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Anne Will für ihre Radio-Gesprächssendung "Zwischentöne" auf Radio NDR, die sie aus reiner Leidenschaft zum Medium macht.
Anne Will macht auch Radio? Aber ja, die Sendung wird in lockerer Folge in der Sendung "Klassik à la carte" ausgestrahlt. Dort interessiert sich Will für das, was zwischen den Worten steckt, eben die Zwischentöne. So sprach sie zum Beispiel mit Iris Berben über die Lust am Vorlesen und fragte Gerhard Schröder, wie bewusst kalkuliert er seine Stimme einsetzt.

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Magazinjournalist des Jahres 2005


Reinaldo Coddou und Philipp Köster dafür, dass an ihrem einst kleinen Fanzine 11 FREUNDE heute keiner mehr vorbeikommt.
Vor fünf Jahren gründeten die beiden Fans von Arminia Bielefeld ihr vereinsunabhängiges und antikommerzielles Fußballmagazin und verpackten noch eigenhändig im Berliner Wohnzimmer die Abo-Exemplare. Mittlerweile hat 11FREUNDE eine Auflage von 80.000 Exemplaren und in Szenekneipen tragen Mädchen 11FREUNDE-T-Shirts. Schön, dass sich Qualität wirklich durchsetzt.

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Jan Fleischhauer, SPIEGEL, für die Titelgeschichte "Was tun, wenn man Kanzler ist".
Was macht ein Bundeskanzler eigentlich den ganzen Tag, wo wohnt er, wie arbeitet er? Fleischhauer hat den Lesern gezeigt, was dieses Amt für den Inhaber bedeutet und wie es ihn verändert: Chronologisch, haarklein und penibelst recherchiert. So ist es, wenn man Kanzler ist? Nach der Lektüre verändert sich der Blick auf das wichtigste Amt im Staat, garantiert.

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Peter-Matthias Gaede für die kontinuierliche und erfolgreiche Expansion der Geo-Gruppe.
Wer über Quizshow-Abfragewissen hinaus hintergründig und journalistisch hochwertig informiert werden will, greift zu einem der Titel aus der GEO-Familie, die Gaede als Chefredakteur oder Herausgeber verantwortet. Alles mit sensationellem Erfolg: GEOLINO hat mehr Abonnenten als BRAVO, und auch das neue monothematische GEO KOMPAKT verkauft sich wie geschnitten Brot.

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Florian Illies für sein Kunstmagazin MONOPOL, das trotz allem unabhängig geblieben ist.
Es gibt wenige Journalisten, die auch wirkliche Unternehmer sind. Florian Illies ist es: Er hat eine Marktlücke entdeckt, seinen Job als FAZ-Redaktionsleiter gekündigt und mit Leidenschaft ein Magazin etabliert, das schön, gut und erfolgreich ist. Obwohl ihn große Verlage von allen Seiten bedrängt haben: MONOPOL ist immer noch selbstgemacht, kompromisslos und unabhängig.

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Patrick Illinger, SZ WISSEN, weil die Leser offenbar nur auf diese Form von unterhaltsamer Wissensaufbereitung gewartet haben.
Das Versprechen, wissenschaftliche Inhalte mit "Bezug zum Leben" allgemein verständlich zu präsentieren, löst der promovierte Physiker mit seinem Team von SZ-Autoren locker ein. SZ WISSEN ist ein Wissenschaftsmagazin, das Themen behandelt, die wirklich interessieren, und darum seit der Erstausgabe im Dezember 2004 mit konstant guten Verkaufszahlen glänzt.

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Christof Reuter, STERN, für seine Berichterstattung aus dem Irak.
Den Krieg verbrachte er nicht in einem Abramspanzer im Sturm auf die Hauptstadt, sondern als Gast in einer Bagdader Familie. Drei Tage nach Beginn des Krieges prophezeite er Amerikas Niederlage. Er ist ein profunder Kenner des Landes, der nicht auf Sensationen aus ist, sondern uns die Menschen im Irak und ihre Lebenswelt mit seinen exzellenten Reportagen näher bringt.


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Patricia Riekel dafür, dass BUNTE zwischenzeitlich FOCUS überholte und für die gelungene Neupositionierung von AMICA.
Es scheint, als würde sich alles, was sie als Chefredakteurin anfasst, in Gold verwandeln: Erst BUNTE, dann INSTYLE . Und nun soll sie AMICA retten, die sie als erstes einem radikalen Relaunch unterzog. Das ist gewagt. Und gut.



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Bruno Schirra, CICERO, für seine investigativen Recherchen.
Ein Journalist, der besser informiert ist als die eigenen Leute, ist beim BKA nicht gern gesehen. Bei Razzien in der CICERO-Affäre ließ die Polizei auch Akten mitgehen, die mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun hatten. Schirra ist damit zu einem der bekanntesten Journalisten geworden. Dabei wird häufig vergessen, dass er auch einer der besten investigativen Journalisten ist.


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Alexander von Schönburg, weil PARK AVENUE ein Kontrapunkt des Genusses bei so viel Nutzwert ist.
Eine deutsche VANITY FAIR? Das ist schon oft schief gegangen. Auch PARK AVENUE hatte einen holprigen Start. Doch das opulente, verschwenderische, ganz und gar unbescheidene Magazin macht seit der zweiten Ausgabe richtig Spaß. Hervorragende Autoren und Fotografen finden hier einen Ort für Luxusjournalismus. Ein Hochglanzmagazin, das diesen Namen verdient.

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Peter Stawowy für SPIESSER, weil das ostdeutsche Jugendmagazin vormacht, wie es geht.
BRAVO? Reden wir von SPIESSER! Das Magazin aus dem Osten ist noch jünger als seine Leser, und es hat in kürzester Zeit einen festen Platz auf den Schulhöfen erobert. SPIESSER kostet nichts und berichtet über das, was die Leser wirklich interessiert, ohne viel Aufhebens. Die Erfolgsgeschichte aus Dresden ist dabei, den gesamten Osten abzudecken, und dann: Auf nach Westen!

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Zeitungsjournalist des Jahres 2005


Wolfgang Büscher für seine außergewöhnlichen und poetischen Reportagen aus Deutschland.
Zu Fuß, per Bus, per Anhalter umkreiste er unser Land, immer dicht den 3.500 Kilometern Grenze folgend. Das daraus entstandene Buch "Deutschland, eine Reise" zeigt, dass Journalimus und Hochliteratur dasselbe sein können. Büscher, der in diesem Jahr von der WELT zur ZEIT wechselte, entdeckt in seinen Reportagen das Außergewöhnliche in unserem wundersamen Alltag.

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Uwe Vorkötter, BERLINER ZEITUNG, und Hans-Peter Buschheuer, BERLINER KURIER, für ihren Kampf um den Berliner Verlag.
Es hat nichts geholfen, dass sich der BERLINER KURIER buchstäblich auf den Kopf gestellt hat: Der Berliner Verlag ist an britische Finanzinvestoren verkauft worden. Dennoch war es ein gutes Gefühl zu sehen, wie sich die Chefredakteure der betroffenen Zeitungen unablässig und mit Herzblut für publizistische Qualität und gegen kurzfristiges Renditestreben einsetzten.

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Michael Horeni, FAZ, für seine Berichte über den Fußballwetten-Skandal.
Wenn ein Skandal losbricht, ist es auch für Journalisten nicht einfach, die Nerven zu behalten. Die kommentierenden Berichte von Michael Horeni in der FAZ waren in der Hochphase des Fußballwetten-Skandals ein Orientierungspunkt im Sportjournalismus. Der studierte Politologe und Philosoph schreibt seit 1989 vor allem über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.

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Kurt Kister, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, für klare Wahlanalysen.
Man sollte wohl nicht versuchen, große Könner schlecht zu imitieren. Trotzdem müssen wir bei ihm, so wie er bei Politikern, an ein Tier denken: In der politischen Szenerie steht er wie ein Nashorn, das alles niedertrampeln und aufspießen könnte, es aber gar nicht nötig hat. Sondern alles bedächtig überblickt und seine Meinung abgibt, meist nicht mehr als ein Schnauben.


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Giovanni di Lorenzo, weil Die ZEIT wieder relevant geworden ist und dabei auch noch Erfolg hat.
Als Chefredakteur führte er das Qualitätsblatt auf einen behutsamen Modernisierungskurs. ohne das Stammpublikum zu vergraulen. Das merken auch die Leser und kauften die Zeitung so häufig wie noch nie. DIE ZEIT setzt wieder Themen.



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Harald Martenstein für seine unschlagbaren Kolumnen in TAGESSPIEGEL und Die Zeit
Er erklärt uns die abseitigen und die wichtigen Dinge im Leben, das Unergründliche ebenso wie das Offensichtliche. Sein Gedankenfluss schlägt Haken und Bogen, bevor er zu dem Bindeglied des Absurden mit dem Vernünftigen gelangt. Sein Stil ist unnachahmlich unterhaltsam, und nicht immer macht er uns Deutschland und die Welt verständlicher, aber viel erträglicher.

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Tom Schimmeck, TAZ, als Vorläufer der Medienmachtdebatte unter dem Titel "Arschloch-Alarm".
In diesem Artikel, erschienen in der TAZ vom 17. September, beleuchtet er bissig die unerträgliche Eitelkeit des Seins in den Redaktionen im Herzen von Berlin. Er hinterfragt die Mechanismen, die hinter den politischen Linien der Medien liegen. Der unvorhergesehene Wahlausgang hat gezeigt, dass Schimmeck auf einen wunden Punkt im Journalismus hingewiesen hat.

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Karin Steinberger, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, für ihre Reportage über die Hinterbliebenen von deutschen Tsunamiopfern.
Ein halbes Jahr nach dem Tsunami schrieb sie unter dem Titel "Wenn die Hoffnung Trauer trägt", wie verheerend die Katastrophe sich nicht nur wirtschaftlich und touristisch ausgewirkt hat, sondern wie sie das Leben der Betroffenen aus den Fugen gehoben hat. Aus ihren Zeilen sprechen Einfühlungsvermögen, Anteilnahme und ein Interesse an den Menschen über den Tag hinaus.

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Georg Streiter, Politikchef von BILD, für die Zeile "Wir sind Papst", die in kürzester Zeit zum geflügelten Wort wurde.
Es war ein ganz spontaner Ausruf auf einer Konferenz, der es am nächsten Tag auf die Titelseite von BILD schaffte, sagt Georg Streiter. In den nächsten Wochen und Monaten wurde "Wir sind Papst" so oft kopiert, dass er zu der am meisten beachteten Schlagzeile des Jahres wurde. Man muss sie nicht mögen, aber man kommt an ihrer schlichten Genialität auch nicht vorbei.

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Claus Strunz, BAMSChefredakteur, weil er im Streit um die Privatjet-Affäre mit Oskar Lafontaine der klare Sieger war.
BAMS musste eine Gegendarstellung Lafontaines drucken, in der dieser behauptete, nicht darauf bestanden zu haben, für ein Gespräch mit der Zeitung per Privatjet eingeflogen zu werden. Strunz platzierte ein Interview mit Medienanwalt Matthias Prinz direkt daneben. Frage: "Beweist eine Gegendarstellung, dass eine Zeitung falsch berichtet hat?" Antwort Prinz: "Nein." Das saß.

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Onlinejournalist des Jahres 2005


Gabriele Bärtels, für ihr selbst gemachtes Online-Frauenmagazin FRIDA.
Eine Frauenzeitschrift, die so richtig toll ist, hat Gabriele Bärtels lange gesucht. Sie schrieb jahrelang Texte für Frauenmagazine und wurde dabei nie glücklich. Darum macht sie inzwischen selbst eine, im Internet. FRIDA ist für Leserinnen, die genug haben von den immer gleichen Schminktipps. Stattdessen: Kluge und witzige Berichte aus dem wirklich wahren Leben.

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Corinna Emundts für ihren Wahl-Blog "E-Mail aus Berlin" auf WWW.ZEIT.DE.
In den täglichen Kolumnen der Politikjournalistin war jederzeit das Staunen über diesen irgendwie unwirklichen Wahlkampf herauszulesen. Und wer von uns hat sich nicht die meiste Zeit darüber gewundert? Danke für die klaren Worte.



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Oliver Fritsch für WWW.INDIREKTER-FREISTOSS.DE, der täglichen Fußballpresseschau.
Oliver Fritsch nimmt den Sportteil so wichtig, wie es ihm zukommt: nämlich sehr. So wie der PERLENTAUCHER täglich das deutsche Feuilleton zusammenfasst und bewertet, gibt INDIREKTER FREISTOSS täglich einen unterhaltsamen und informativen Überblick über die Fußballberichterstattung in den deutschsprachigen Tageszeitungen. Großartige Idee, toll umgesetzt.

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Matthias Gebauer, SPIEGEL ONLINE-Reporter, für Berichterstattung aus den Krisenregionen der Welt.
Matthias Gebauer ist der ist einer der wenigen echten rasenden Reporter: Wenn die ganze Welt auf eine Region schaut, dann ist er schon da. In diesem Jahr unter anderem in Südostasien bei der Tsunami-Katastrophe und in New Orleans nach Hurrikan Katrina. Während wir noch nicht fassen können, was passiert ist, berichtet er es uns. Aktuell, wahrhaftig und pietätvoll.

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Wolfgang Harrer für seine Pionierarbeit im journalistischen Blogging unter Einbeziehung von Podcasts.
Podcasts sind die Online-Medien der Stunde. Wolfgang Harrer, freier Korrespondent in San Francisco, hat schon 1999 für die WELT ein Audio-Portal eingerichtet. Sein Podcast zur USPräsidentschaftswahl 2004 war der erste wirklich journalistische Audio-Blog. Sein ZDF-Tsunami-Podcast-Blog für das ZDF war so, wie Online-Journalismus sein muss: schnell, persönlich, nah dran. Momentan ist Wolfgang Harrer für das Podcast-Projekt Träumen für Deutschland engagiert.

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Thomas Knüwer für seinen HANDELSBLATTWeblog
"Indiskretion Ehrensache".
Sind Blogger Journalisten? Thomas Knüwer jedenfalls ist einer, nämlich Reporter beim HANDELSBLATT. In seinem Medientagebuch macht er das, was Blogger so machen: Skurriles, Gedanken, Erlebnisse, Fundsachen sammeln. Dass "Indiskretion Ehrensache" so gut zu lesen und erfolgreich ist, liegt an Knüwers entspanntem Stil und zurückhaltendem Humor.


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Stefan Krempl, für seinen Weblog WWW.SPINDOKTOR.DE und seine Berichte bei HEISE ONLINE.
Der "Spindoktor" Stefan Krempl schaut gerne Politikern, PR-Leuten und sonstigen Öffentlichkeitsarbeitern auf die Finger und interessiert sich für jede Form der Propaganda in Krieg und Frieden. Dafür sichtet und kommentiert er in seinem Blog eine erstaunlich große Auswahl von Artikeln internationaler Medien, und die sind auch im Newsticker von HEISE sein Steckenpferd.

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Bastian Sick, SPIEGEL ONLINE-Sprachkritiker, für die besonders erfolgreiche Verbindung der Medien Internet und Buch.
Der Sprachkritiker von SPIEGEL ONLINE ist kein Germanist, wie man denken sollte. Er hat Geschichtswissenschaft und Romanistik studiert und als SPIEGEL-Dokumentationsjournalist gearbeitet, bevor er seine Kolumne "Zwiebelfisch" bekam. Die hat eine große Fangemeinde, stößt auch zwischen zwei Buchdeckeln auf riesige Nachfrage und beweist: Das Internet verkauft Bücher.

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Fachpressejournalist des Jahres 2005


Kurt Breme als Redaktionsleiter des RAGMAGAZINS.
Kurt Breme war lange STERN-Reporter, stellvertretender Chef von BAMS und WOCHE und macht nun mit dem geballten Wissen des Polit-Profis ein edles Magazin über Technik und Innovation für die Geschäftspartner des Energieriesen RAG. Vor allem aber wirkt die Zeitschrift gar nicht so: Man würde sich wünschen, dass alle Firmenzeitschriften so aussähen wie das RAGMAGAZIN.


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Christian Fill, Burda Yukom Publishing, für seine B2B-Magazine THINK ACT, BLUE LINE und PRIMEMOVER.
Es gibt tatsächlich Magazine für Geschäftskunden, die anspruchsvolle Lesegeschichten liefern anstatt trockener Produktinformation. Und das sogar im Bereich Wirtschaft und IT. Diese drei, die Christian Fill seit Sommer diesen Jahres nun als Verlagsleiter und vorher teilweise als Chefredakteur verantwortet, gehören ganz sicher dazu. Edle Magazine für exklusive Klientel.

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Peter Kanzler, APOTHEKENUMSCHAU, weil er der heimliche Auflagen-König ist.
Harald Schmidt betitelte die APOTHEKEN UMSCHAU einst als die BRAVO der 60- bis 80-Jährigen. Peter Kanzler wird es kaum stören. Jeden Monat erreicht er ein Viertel der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Davon träumt auch Herr Schmidt. 18 Millionen Leser informieren sich angstfrei über Gesundheitsprobleme im Gratisblatt. Dank Peter Kanzler.


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Jan Kolbaum als Chefredakteur des RWE MAGAZIN, der Kundenzeitschrift des Konzerns. Seit Juni 2004 erscheint sie unter diesem Titel und bietet 3,1 Millionen Lesern viermal im Jahr nicht nur ein Heft, sondern gleich elf: So viele Regionalausgaben gibt es mit eigenen Themen, Veranstaltungstipps und Rezeptvorschlägen. Eine gute Idee, die die regionale Ausrichtung des Energiekonzerns zeigen soll. Im Mantelteil liegt der Schwerpunkt auf Energie- und Umwelthemen.


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Volker Lilienthal, EPD MEDIEN, für seine Aufdeckung von systematischer Schleichwerbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Jahrelang hat der Redakteur von EPD MEDIEN zum Teil verdeckt für das Thema recherchiert. Durch eine einstweilige Verfügung war er zwei Jahre lang zum Schweigen verurteilt, bis er schließlich doch den Skandal ans Licht brachte.



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Nils Schiffhauer als Chefredakteur von BEST PRACTICE und BEST SPIRIT.
Beide Magazine, ein B2B-Magazin und die Mitarbeiterzeitschrift von T-Systems, starteten am 1. Oktober und sind geglückte Kinder der Neupositionierung des Firmenkundengeschäfts. Das B2B-Magazin BEST PRACTICE erscheint gleichzeitig auch auf Englisch, so wie es sich für ein international ausgerichtetes Unternehmen gehört.


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Dr. Maria Schneider und das Journalistenbüro "Schön und Gut" für STADTANSICHTEN, das Magazin der Autostadt Wolfsburg.
Das mehrfach ausgezeichnete Kundenmagazin gibt es sogar am Kiosk. Seit 2002 erscheint es viermal im Jahr und nimmt sich jedes Mal eines neuen Themas an. Egal, ob das Thema Luxus, Heimat, Zukunft oder Erfahrung heißt: STADTANSICHTEN hat so originelle, gute Features und Reportagen, dass sich manch anderes Hochglanzmagazin nur dahinter verstecken kann.

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Volker Nünning, FUNKKORRESPONDENZ, für seine versierten, sachkundigen Berichte aus der Welt der Medien.
Die FUNKKORRESPONDENZ ist das Fachblatt für Meldungen aus der Welt der Rundfunkanstalten. Doch wenn Tageszeitungen ihre Titelseite an Werbekunden verkaufen, ist Nünning mit einem bissigen Kommentar ebenso schnell zur Stelle wie bei Fragen der Medienpolitik. Profund ist seine Kennerschaft insbesondere im Bereich des deutschen Privatfernsehens.

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Anne Urbauer als Chefredakteurin für das urbane MINI-MAGAZIN.
Nicht jeder fährt einen Mini, doch dessen Kundenmagazin sollte jeder lesen. MINI INTERNATIONAL erscheint alle drei Monate überall auf der Welt und ist einer Großstadt gewidmet. Musik, Mode, Kunst und Architektur sind die Themen, großartig ist das Design: Örtliche Fotografen, Grafiker und Journalisten gestalten das Heft in immer neuem Stil der jeweiligen Metropole.


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Bernd Zerelles als Chefredakteur für das weltweit ausgezeichnete BMW-Magazin, das in 27 Sprachen erscheint.
Das simulierte Klickklack von nicht mehr vorhandenen Blink-Schaltrelais, die historische Liebe von Curd Jürgens zum BMW 507 und Starköche bei BMW-Events: Im BMW-MAGAZIN geht es nur nebenbei ums Auto. Autokäufer wollen auch Lifestyle. Bernd Zerelles verkauft ihnen diesen in seinem Magazin: in Hochglanz und mit Reportagen, die Spaß machen.


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Newcomer des Jahres 2005


Ronny Blaschke, geboren 1981, für den eigenwilligen Stil seiner Sportberichterstattung.
Ob BERLINER ZEITUNG, SÜDDEUTSCHE, TAZ oder FTD: Die Artikel des jungen studierten Sport- und Politikwissenschaftlers sind mehr als oft ungewöhnlich, seine Porträts sind einfühlsam und die Analysen stets treffend. Ein Individualist.



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Annika de Buhr und Normen Odenthal für ihre Moderation der ZDF-Nachrichtensendung "heute nacht".
Möchte man am sehr späten Ende des Tages, nachts um halb eins, kurz vor dem Zu-Bett-Gehen noch eine Nachrichtensendung sehen? Wenn Annika de Buhr oder Normen Odenthal sie moderieren, dann sicher. Die beiden 32-jährigen Journalisten führen seit Mai 2005 im Wechsel durch die Sendung, und das so kompetent wie sympathisch. Ein gelungener Tagesausklang.

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Marcus Engert für seine dreimonatige Berichterstattung über die Bundestagswahl im Lokalsender mephisto 97.6
Der Germanistikstudent hatte nach eigener Aussage nur rudimentäre journalistische Kenntnisse, bevor er im Juni 2004 bei dem Sender anfing. Dort wurde er ins kalte Wasser geschmissen, lernte aber schnell schwimmen. So gut sogar, dass er die Wahl-Berichterstattung leitete und prominente Gäste wie Jürgen Trittin, Gregor Gysi oder Wolfgang Thierse vor das Mikro holte.

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Petra Gessulat, COSMOPOLITAN-Chefredakteurin, für ihren besonders erfolgreichen Einstand.
Seit 25 Jahren gibt es in Deutschland die wohl bekannteste Frauenzeitschrift der Welt. Kein leichtes Erbe, stets den Ton der "Cosmo-Girls" zu treffen. Die 30-jährige Petra Gessulat übernahm im April 2005 die Chefredaktion, eine der ersten Ausgaben unter ihrer Führung erzielte die höchste verkaufte Auflage seit zehn Jahren. Besser kann ein Anfang nicht sein.

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Raymond Ley für sein Doku-Drama "Die Nacht der großen Flut".
Nach einer aufwändigen Recherche und mit bewegenden Interviews der Betroffenen rekonstruierte der Regisseur und Autor die Flutkatastrophe vom 17. Februar 1962 in Hamburg. 315 Menschen starben, 20.000 wurden obdachlos. Entstanden ist ein herausragendes Doku-Drama, mit Schauspielern und echten Zeitzeugen. Ein Film, der authentisch ist und berührt.


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Katharina Mänz, N24-Reporterin, für ihre Korrespondentenberichte aus Berlin.
Eine Korrespondentin, wie sie im Buche steht: Sie ist jung, eine starke Teamplayerin, schuftet hinter den Kulissen von N24 unermüdlich, unauffällig, aber effektiv und kompetent für die Wahlkampfberichterstattung und die Reportagen des Nachrichtensenders von Bundestagswahl und den Koalitionsverhandlungen in Berlin. Wir werden den Namen Katharina Mänz noch öfter hören.

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Sabine Rennefanz, London-Korrespondetin der BERLINER ZEITUNG, weil sie keine Angst vor ihrem neuen Chef hat.
Ja, das auch: Sie ist fleißig wie wenige Korrespondenten, immer up to date, zur richtigen Zeit an der richtigen Geschichte, recherchiert gründlich und hat einen angenehmen Schreibstil. Außerdem aber hat sie keine Scheu, ihrem künftigen Chef gegen das Schienbein zu treten, wenn es denn sein muss: "Mann mit schlechtem Ruf" war der Artikel über David Montgomery betitelt.

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Dr. Jutta Rossellit, Chefredakteurin der gelungenen Jugendzeitschrift u_magazine.
Ein gutes Lifestyle-Magazin für junge Leser? Doch, das gibt es: u_magazine berichtet über Mode, Musik, Menschen, immer mit dem Blick für die außerordentliche Geschichte und die überraschende Frage - so, wie man sich es lange gewünscht hat. Als erste Redaktion schrieb man hier kritisch über den Trend zum Macho-Rap und wurde daraufhin wochenlang bedroht.

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Katty Salié, WDR, weil sie es noch weit bringen wird, wenn sie so weitermacht.
29 Jahre alt und schon ein Profi wie wenige. Katty Salié macht seit Jahren Radio (früher FRITZ, jetzt EINSLIVE) und seit Kurzem auch Fernsehen ("RTL Aktuell", das Kulturmagazin "Westart"). Sie ist so intelligent, charmant und nicht auf den Mund gefallen, dass sie bereits für Höheres gehandelt wird - sie gilt als DAS Talent beim WDR. Behalten wir sie im Auge. Das kann gar nicht schief gehen.

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Rainer Schäfer, für das Fußball-Magazin RUND und Oliver Wurm für sein Fußball-Lifestyle-Magazin PLAYER.
Es musste wohl erst die Fußball-Weltmeisterschaft kommen, um Magazine wie RUND und PLAYER zu ermöglichen. Spieler als Persönlichkeiten mit Meinung und Charakter, das gab es bisher nur bei 11 FREUNDE. Dass es auch anders geht, beweisen die neuen intelligenten Fußball-Lifestylem-Magazine. Wenn sie so weitermachen, wird es sie auch nach der WM noch geben.

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Hinweis:
Folgende Bilder sind urheberrechtlich geschützt:
(Zuordnung Nominierte (Fotograf))

Gert Scobel (ZDF/Klaus Weddig); Stephan Kulle (WDR/ZDF/Kerstin Bänsch); Maybrit Illner (ZDF/Svea Pietschmann); Stefan Raab (Willi Weber/ProSieben); Anne Will (NDR/Uwe Ernst); Christian Redel (RTL 2/Sonja Calvert); Holger Roost-Macias (tresor entertainment gmbh); Jörg Wontorra, Udo Lattek / DSF, Roger Schawinski / Marco Urban, Nikolaus Brender / ZDF/Sauerbrei, Wolfgang Gushurst / SWR/Gitzinger, Dietmar Timm (DeutschlandRadio/Bettina Fürst-Fastré); Ken Jebsen (RBB/Haring); Anna Engelke (NDR/Jänick); Jörg Thadeusz (RBB/Thomas Ernst); Bruno Schirra (Sabine sauer); Florian Illies (Jens Rötzsch/OSTKREUZ); Christoph Reuter (Peter Thomann/stern); Jan Fleischhauer (Gerhard Westrich); Giovanni di Lorenzo (Mike Wolff); Harald Martenstein (Cornelius Meffert); Michael Horeni (Walter Breitinger); Claus Strunz (Martin Lengemann); Oliver Fritsch (Richard Stephan Fotografie); Wolfgang Harrer (Alysa Selene); Volker Lilienthal (epd-bild/Falk Orth); Maria Schneider (Autostadt GmbH); Ronny Blaschke (Markus Wächter); Anika de Buhr, Normen Odenthal (ZDF/Rossival,); Katie Salié (WDR/Bettina Fürst-Fastré); Raymond Ley (NDR); Sabine Rennefanz (Berliner Zeitung/ Paulus Ponizak)